Rostocker Uni-Klinikum ist erstes Zentrum für Intensivmedizin in MV

Rostocks Uniklinik ist Mecklenburg-Vorpommerns erster Standort für Intensivmedizin.
Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
Rostock. Mecklenburg-Vorpommern hat sein erstes offizielles Zentrum für Intensivmedizin bekommen: die Uni-Klinik Rostock. Die Einrichtung wurde entsprechend in den Krankenhausplan MV aufgenommen. Als Grundlage dienten die Kriterien des Gemeinsamen Bundesausschusses.
Für die Vorstandschefin der Uni-Medizin, Christiane Stehle, ist es ein Meilenstein für MV: „In Deutschland gibt es bislang nur wenige solcher Zentren. Wir übernehmen hier eine zentrale Rolle und bündeln unsere Expertise, um die medizinische Versorgung in der gesamten Region nachhaltig zu stärken.“

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Rund-um-die-Uhr-Aufnahmebereitschaft für Mecklenburger Patienten
Zu den Voraussetzungen gehört zum Beispiel, dass mindestens 30 Intensivbetten mit Beatmungsgeräten vorhanden sind. Auch eine Rund-um-die-Uhr-Aufnahmebereitschaft für Akut-Patienten zählt dazu. Das Rostocker Universitätsklinikum erfüllt diese Auflagen.

Ärzte und Pflegekräfte betreuen Patienten in einem der Behandlungszimmer der Intensivstation der Universitätsmedizin Rostock.
Quelle: Jens Büttner/dpa
In Deutschland benötigen jährlich mehr als zwei Millionen Menschen eine intensivmedizinische Behandlung, oft in kritischen oder lebensbedrohlichen Situationen. Ein großer Teil der Intensivpatienten ist dabei auf künstliche Beatmung angewiesen und verbringt etwa vier Tage auf Station.
Der Gemeinsame Bundesausschuss ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung von Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen.
Er beschloss im Oktober 2023 die Einrichtung von Zentren für Intensivmedizin mit dem Ziel, die intensivmedizinische Expertise zu bündeln und höchste Versorgungsstandards zu gewährleisten.
OZ